Von der Bahntrasse zum Naturerlebnis
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Das Biotop an der Bahntrasse


Die ehemalige Bahnlinie „Rheinischer Esel“ hat durch ihre Geländeeinschnitte, Stützmauern und Felsaufschlüsse eine imteressante Mauervegetation, wie Moose, Flechten und Farne  aufzuweisen. An Bäumen finden sich mehrere Eichenarten, Buchen und Robinien.
Die Umwelt-Einrichtung LANUV Recklinghausen zeigt in ihrer „App in die Natur 2014“ eine gute Beschreibung des Biotops:
      
"Ehemalige Bahnlinie mit begleitender Böschung und Mauerfugenvegetation zwischen Rüdinghausen und Löttringhausen. Die frühere Bahnlinie ist mittlerweile zu einem Rad- und Fußweg mit wassergebundener Decke ausgebaut. Der Weg wird beidseitig von einer Böschung begleitet und befindet sich teilweise im Einschnitt und teilweise in Dammlage. An Abschnitten finden sich entlang der Böschung Felseinsprengsel, an anderen Stellen Mauern mit einer entsprechenden Mauervegetation. Diese Mauerabschnitte sind in beschatteter Lage moos- und flechtenreich, ein bemerkenswerter Fund ist die Rote-Liste-Art Hirschzunge. Weiterhin treten hier auch brauner Streifenfarn und Rainkohl auf.
Die landschaftsprägenden Gehölzstrukturen entlang der Bahnlinie bestehen aus verschiedenen, meist bodenständigen Arten, unter anderem stocken hier Rot-Buche, Stiel-Eiche, Trauben-Eiche uns Schwarzer Holunder.                                                                         
In der Krautschicht befinden sich vor allem Brombeere, Brennnessel, Gewöhnlicher Wurmfarn, Kleinblütiges Springkraut sowie lokal Glatthafer.                                                                        
Das langestreckte Gebiet hat eine besondere Bedeutung als Vernetzungsbiotop und stellt mit den Mauerstrukturen und Felseinsprengeln auch ein wertvolles künstliches Gesteinsbiotop für gefährdete Arten dar. Die hier wachsende seltene Mauerfugenvegetation sollte unbedingt erhalten werden."

      
Was gab es im September 2017 am Rheinischen Esel zu sehen? Alle Bilder bis Abb. 52 Ingrid Cramm.
      
Ab. 49: Blühender Efeu, an Bäumen rankend
      
Abb. 48: Robinie
      
Abb. 51: Rot- bzw. Wiesenklee, dreiblättrig
      
Abb. 50: Weißer Hartriegel, gleichzeitig blühend und Früchte tragend
      
Abb. 52: Gewöhnliches Leinkraut
      
Abb. 53: Die Rheinische Bahngesellschaft musste beim Streckenbau Berghänge durchstoßen und die entstandenen Einschnitte teilweise mit Bruchsteinmauern sichern. An den gesicherten und ungesicherten, auch schattigen und feuchten Stellen breiteten sich Moose, Farne und Flechten aus. Auch Buchen fanden guten Stand
(alle Bilder bis Abb. 70 Helmut Kaufung, Mai 2018)
Abb. 55: Muschelmoos
Abb. 54: Dornfarn
      
Abb. 56 und 57: Aronstab
      
Abb. 58 und 59: Silberblatt in Blüte und am 26.1.19 mit Samen

Abb. 61: Rote Heckenkirsche (Geißblatt)
Abb. 60: Knoblauchrauke
      
Abb. 62 und 63: Silberblättrige Goldnessel
Abb. 65: Wald-Stermiere und junge Brennnesseln
Abb. 64: Stinkender Storchschnabel
Abb. 66 und 67: Wiesenkerbel Am Ballroth
Abb. 68 und 69: Wiesen-Löwenzahn am Ballroth in Blüte und mit Samenständen
Abb. 71: Schneeglöckchen, 24.02.2019
(Helmut Kaufung)
Abb. 70: Akelei oberhalb des Waldfriedhofs
Die Bildersammlung soll nach Begehungen zu anderen Jahreszeiten ergänzt werden.
© Helmut Kaufung 2018
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