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Kruckel - Einleitung

      
Abb. 1: Ausschnitt aus dem Fahrradstadtplan 2016
(© StadtDortmund, Vermessungs- und Katasteramt CC-BY4.0)

1 alter Kruckeler Ortskern, mit den Gehöften Bovermann, Söllerbeck und Kruckelmann
2 ehemalige Zeche Johannes Erbstollen, heute Wohnanlage
3 ehemalige Zeche Wiendahlsbank, heute P+R am Bf Kruckel mit zwei Discountern  
4 ehemaliges Kraftwerk Kruckel, heute Kruckeler Grundschule und Sportplatz des TuS Kruckel 1910 e.V.
5 Umspannwerk Kruckel, Knotenpunkt der 380-kV-Nord-Süd-Trasse
6 ehemalige „Zechenkolonie Klein-Berlin
7 Neubausiedlung Boverfeld, verkehrsberuhigtes Wohngebiet ohne Bürgersteige (Internetseite ist in Arbeit)
8 früher Haltepunkt Silberknapp am Bahnkilometer 11,4
9 ehemalige Glashütte Kruckel, stillgelegt 1932
      
Am Bahnkilometer 10,8 des Rheinischen Esels befinden wir uns im Südwesten Dortmunds, im Stadtteil Kruckel (mit langem U, da das c den vorherigen Vokal dehnt). An der Brücke linker Hand über den Glasweg ist die Stadtgrenze zu Witten.

Kruckel war eine kleine bäuerliche Siedlung aus dem Mittelalter mit vier Höfen und einigen Kotten im Tal des Grotenbachs (1). Nach Kohlenfunden entwickelte sich auch hier nach Stollenbergbau der  Tiefbau mit den Zechen Johannes Erbstollen (1854 - 1882) (2) und Wiendahlsbank (1858 - 1924) (3), die 1905 als Nachbar das RWE-Kraftwerk Kruckel erhielt (4). Nach der Übernahme des Kraftwerks durch das Westfälische Verbands-Elektrizitätswerk (1908) entstand daneben ein Umspannwerk, das seit 2012 zum Knotenpunkt der Energieversorgung der südlichen Bundesländer ausgebaut wird (5).

Heute erinnern an die Zeche und das Kraftwerk nur noch Straßennamen und einige veränderte Gebäude der Zeche Johannes Erbstollen und das Eingangs- und Bürogebäude der Zeche Wiendahlsbank. Zeugen dieser Zeit sind aber auch die um 1900 gebauten, typischen, inzwischen aber modernisierten, nahe gelegenen Arbeiter- und Angestelltenhäuser. Nur die „Kolonie Klein-Berlin“ (6) musste im Zuge des Autobahnbaus um 1970 abgerissen werden.
    
© Helmut Kaufung 2018
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