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Die Großholthauser Mark - Einleitung

Abb. 1: Ausschnitt aus dem Fahrradstadtplan 2016
(© StadtDortmund, Vermessungs- und Katasteramt CC-BY 4.0, Bearb. Helmut Kaufung)
         
      
Diese Seiten befassen sich mit dem unbesiedelten Teil der Großholthauser Mark zwischen dem „Rheinischen Esel“, der Blickstraße und der A 45 (Abb. 1). Da die Besucher des Rad- und Wanderwegs Rheinischer Esel und des Waldes als Erstes die Natur und insbesondere die Flora vor Augen haben, wird versucht, Flora und Fauna darzustellen. Bei der Bestimmung der Fotos half der bekannte Botaniker Dietrich Büscher.

Auch Dinge die man kaum mehr sieht, gehören zur umfangreichen Geschichte des Waldes. Hier geht es zuerst um den früher so wichtigen Bergbau auf Steinkohle. Dazu werden die Lage und die Geologie der Grubenfelder erläutert und auch welche Vorschriften Bergbauinteressierte einhalten mussten, um an die begehrten Kohlen zu kommen. Ein starker Feind des Bergbaus war damals vor allem das Grubenwasser, welches als Niederschlag von der Erdoberfläche in die Gruben sickerte. Ein Kohlenabbau wurde nur nach seinem Ableiten über tiefere Stollen zur Erdoberfläche möglich.
Für den Stollenbergbau (1) + (2 mit Pferdegöpel) in der Großholthauser Mark wurden nacheinander drei immer tiefer liegende wasserlösende Stollen in Betrieb genommen. Der tiefste von ihnen war schließlich der rund fünf Kilometer lange Glückauf Erbstollen bis zur Emscher.

Der Stollenbergbau wurde vom Tiefbau der Zeche Gottessegen abgelöst, die den Luft- und Seilfahrtsschacht 3 teufte, auch „Am Franzosensiepen“ genannt (3).

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestand ein großer Kohlenmangel, den viele Kleinzechen – wie hier in der Großholthauser Mark – zu mildern suchten (4).

Als diese nach Eintreten einer besseren Kohlenversorgung durch die Großzechen schließen mussten, gab es dann noch Firmen, die aus den Steinhalden noch verbliebene Kohlen gewannen.

Der Bau der A 45 legte einige Flöze frei. Nach Feierabend der Bauarbeiter kamen „Kohlensucher“ mit Handwagen vorbei.
2009 übten Vermessungsstudenten der FH Georg Agricola Bochum in der Großholthauser Mark, wobei es um die Lage der Bergbauspuren ging.

Da Bergbaurelikte in Form von Pingen (Einsturztrichtern) und Gesteinshalden im Großholthauser Wald wegen des Bewuchses heute kaum mehr zu erkennen sind, lohnt sich doch ein Spaziergang allein wegen der Flora. Er kann an dem hier nach Süden abzweigenden Waldweg begonnen werden. Radfahrern ist der Weg nicht zu empfehlen.
© Helmut Kaufung 2018
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