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Umnutzung der Bahnlinie als Rad- und Wanderweg


      
Nach Einstellung des Güterverkehrs zwischen Löttringhausen und Witten Ost begann am 30.11.1982 der Rückbau dieser Strecke, 1990 war ein Rad- und Wanderweg auf dem „Rheinischen Esel“ fertiggestellt. Bis 2006 wurde dann auch die Strecke von Witten Ost bis Langendreer zurückgebaut. Bis auf eine kleine Umleitung in Witten an der Pferdebachstraße kann die Bevölkerung seit 2012 den Weg bis Langendreer nutzen.

Im Rahmen der Bürgerinitiative Rüpingsbachweg, die sich gemeinsam mit der Emschergenossenschaft für den Ausbau der Betriebswege entlang des Rüpings- und des  Grotenbachs zu Rad- und Wanderwegen einsetzt, wurden nach einer Anregung durch die Planetentafeln auf dem Wittener Teil des Rheinischen Esels eigene Stehpulttafeln mit Informationen über Vergangenheit und Gegenwart der Umgebung des Rüpingsbaches entwickelt. Diese Infotafeln am Dortmunder Rüpingsbach-Weg waren auch Muster für die Infotafeln im Dortmunder Bereich des Rad- und Wanderwegs „Rheinischer Esel“.
     Abb. 30: Rad- und Wanderweg "Rheinischer Esel" im Dortmunder Stadtgebiet (rot),
siehe auch Fahrrad-Rundwege auf der Seite "Am Ballroth"
(© StadtDortmund, Vermessungs- und Katasteramt CC-BY 4.0)

Für Nutzer, die denselben Weg als Rückweg scheuen und weiter radeln wollen, werden zwei Ergänzungen angeboten, die Eselohren:
     Abb. 31: Der „Rheinische Esel“ mit Eselohren. (Ennepe-Ruhr-Kreis)

Der Dortmunder Anteil am gesamten Weg ist zwar vergleichsweise kurz, ist aber durch Geländeeinschnitte, Dämme und Straßenbrücken besonders reizvoll.
     Abb. 33: Brücke Blickstraße von Osten mit starkem Bewuchs des Gebirgseinschnitts,   nach Verbesserung und Verbreiterung des Wegs, 2017. (Tilo Cramm)

     Abb. 32: Brücke Blickstraße von Osten vor Verbreiterung des Wegs 2007. (Tilo Cramm)

     Abb. 35: Brücke Blickstraße von Westen vor Verbreiterung des Wegs 2007. (Tilo Cramm)

     Abb. 34: Brücke Blickstraße von Osten mit architektonischen Details, 2017. (Tilo Cramm)

     Abb. 37: Einige Jahre nach der Stilllegung der Bahn wurde die Straße Am Ballroth auf das Niveau des heutigen Rad- und Wanderwegs angehoben, März 2000.
(Michael Schenk, Sammlung Rolf Swoboda)

     Abb. 36: Die Straße Am Ballroth zweigt von der Straße Am Hülsenberg ab und wurde mit nur 1,7 m Höhe unter der Bahn hergeführt
(Michael Schenk, Sammlung Rolf Swoboda)
Abb. 39: Der Radweg über die A 45, 2000.
(Michael Schenk, Sammlung Rolf Swoboda)

     Abb. 38: Brücke über die A 45 – Sauerlandlinie - 1979.
(Michael Schenk, Sammlung Rolf Swoboda)

     Abb. 41: Ein Paket des Finefrau-Sandsteins der Unteren Wittener Schichten dient als Fundament der Straßenbrücke Johannisbergstraße, 2017.
(Tilo Cramm)

     Abb. 40: Straßenbrücke Johannisbergstraße von Westen nach Verbesserung des Weges, 2017.
(Tilo Cramm)

Die Straßenunterführungen wurden damals recht schmal und niedrig gebaut, wie es noch heute die Durchlässe an der Hohlen Eiche (Foto) und an der Hellerstraße beweisen. Busse können die Bahndämme meist nicht unterqueren.
     Abb. 42: Durchlass Hohle Eiche unter der noch bestehenden Eisenbahnstrecke Dortmund-Hagen in Löttringhausen 2017.
(Gerhard Brune)

     Abb. 44: Brücke Hellerstraße kurz vor der Hagener Straße 1998. So könnte auch der abgerissene Durchlass Hellerstraße neben dem Durchlass Hohle Eiche ausgesehen haben.
(Rolf Swoboda)

     Abb. 43: Durchlass Hohle Eiche 1998. (Rolf Swoboda)

     Abb. 45: Bahnhof Löttringhausen mit Abzweig des Rheinischen Esels nach Westen. Die Hellerstraße wurde für den „Rheinischen Esel“ überbrückt, wie das bei der nahen Straße Hohle Eiche für die Linie Dortmund-Hagen der Fall ist, um 1970. (metropoleruhr)

     Abb. 46 und 47: Diese Erinnerungstafel ist in den 1930er Jahren am Durchlass Hohle Eiche angebracht worden. Text:Am 3. III. 1923 fiel im Ruhrkampf in Erfüllung seiner Pflicht als Opfer der Besatzer der Weichenwärter Franz Hölling † aus Dortmund“. Er hatte die abendliche Sperrstunde überschritten, um in der Dunkelheit Lohngelder für die gegen die französische Besetzung passiven Widerstand leistenden Arbeiter zu schmuggeln.
(Rolf Swoboda 1998 und Tilo  Cramm 2006)

© Helmut Kaufung 2018
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