Von der Bahntrasse zum Naturerlebnis
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Der Rheinische Esel - Einleitung

Der Verlauf des Rheinischen Esels auf dem Dortmunder Stadtgebiet
Der Verlauf des Rheinischen Esels von Bochum-Langendreer über Witten bis Dortmund-Löttringhausen (rote Markierung durch Helmut Kaufung)
aus Fahrradstadtplan Dortmund -
Copyright Stadt Dortmund, Vermessungs- und Katasteramt, CC-BY 4.0

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die auf der Kohle basierende Dampfkraft Auslöser der Industrialisierung. Hierdurch verringerte sich zunehmend die Bedeutung von Menschen-, Tier-, Wasser- und Windkraft. Um vor allem die gestiegenen Zechen- und Hüttenprodukte zu den Verbrauchern nun günstiger abtransportieren zu können, gründeten sich private Eisenbahngesellschaften. Sie verlegten Schienenwege zur Verknüpfung der Städte, Zechen, Hütten und vielen weiteren Industriebetrieben. Im Jahr 1880 kam recht spät die hier besprochene eingleisige Nebenstrecke der Rheinischen Bahngesellschaft zwischen Langendreer und Löttringhausen hinzu, auch „Rheinischer Esel“ genannt.

Nach 124 Jahren musste Ende 2004 die Verbindung der beiden Bahnhöfe wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit endgültig aufgegeben werden. Andere Bahnstrecken erlitten das gleiche Schicksal. Der Grund hierfür war die Ausbreitung schneller und flexibler mit Diesel und Benzin betriebener Transportmittel auf den Straßen.

Mannigfache Initiativen der Region setzten sich für den Bau von Rad- und Wanderwegen auf zurückgebauten Bahnlinien ein. Da diese abseits von Straßen ohne große Niveauunterschiede durch landschaftlich reizvolle Gegenden mit manchen kulturgeschichtlichen Orten führen, ziehen sie viel Publikum an. Zur Information und Erholung locken an manchen Stellen Informationstafeln und Ruhebänke. Hier am Dortmunder Teil des Rheinischen Esels ist eine Geschichtsgruppe tätig geworden, die von der Bezirksvertretung Dortmund-Hombruch unterstützt wird. Im QR-Code dieser Tafel unten rechts sind interessante Details zur Natur, zu denkmalgeschützten Gebäuden und Anlagen, zur Besiedlung, zur Geologie des Untergrundes und zum früher bedeutenden Steinkohlenbergbau nachzulesen. Die Texte sind großzügig bebildert.
© Helmut Kaufung 2018
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