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Die Löttringhauser Kirchengemeinden

Die evangelische Christus-Kirche, Kruckeler Straße
Die zunehmende Bebauung Löttringhausens ließ schon seit langem unter den Gemeindemitgliedern der evangelischen Philippus-Kirchengemeinde den Wunsch nach einer eigenen Kirche aufkommen, zumal die alte Patrokluskirche in Kirchhörde ausgesprochen exzentrisch lag. Schon 1784 hatte man im Zentrum des Pfarrbezirks, in der Nähe der Langelohschule eine Kirche bauen wollen und zwar als Ersatz für die damals baufällige Patrokluskirche. Die Obrigkeit wollte sie aber neben der alten Kirche errichten. Daraufhin verweigerten die Kruckeler Bauern Hand- und Spanndienste. Es blieb dann alles beim Alten. 1914 erhielt Löttringhausen zwar eine eigene Pfarrstelle, der Gottesdienst musste aber weiter in den unzulänglichen Räumen der Langelohschule abgehalten werden.

Erst als 13 Waldanteilseigner der Gemeinde ein Grundstück an der Kruckeler Straße schenkten, konnte 1936 die schlichte Christus-Kirche gebaut und 1937 eingeweiht werden. Architekt war Ludwig Franzius. Die Baugenehmigung für das Gelände in einem geschützten Waldgebiet zu bekommen, war nicht einfach. Die neue Kirche hat eine ausgesprochen malerische Lage hoch über der Kante eines ehemaligen Steinbruches.
Die Kirche besteht aus einem geputzten Langhaus mit Satteldach, einem mit dem Gottesdienstraum verbundenem Gemeindesaal und einem seitlich angebauten Turm, ebenfalls mit Satteldach. Neben der Kirche entstand 1949 ein Pfarrhaus und 1960 auf der anderen Straßenseite ein Gemeindehaus.
Abb. 72: Die evangelische Christuskirche von Süden, der Kruckeler Straße aus, 2017.
(Gerhard Brune)
Abb. 73: Die evangelische Christuskirche von Norden, 2017
(Gerhard Brune)
Das katholische Gemeindezentrum St. Norbert, Hugo-Sickmann-Str. 36
In Löttringhausen wurde 1973 im ehemaligen Gemüsegarten des Lehrers gegenüber der Langeloh-Schule das katholische Gemeindezentrum St. Norbert erbaut. Es gehört zur neuen katholischen Kirchhörder katholischen St. Patrokli-Kirche am Truxhof. Die katholische Kirchengemeinde musste mit einem Neubau warten, bis der Bau der großen Neubausiedlung im Bereich des Langeloh begann und ein ausreichend großes Grundstück bereitgestellt worden war. Architekt war der Dortmunder Theodor Schwill. Das moderne Gebäude enthält einen Eckstein des Xantener Doms. Das katholische Zentrum ist nach dem Adligen Norbert von Xanten (ca. 1080 – 1134) benannt, der am Xantener Dom St. Victor als Stiftsherr gewirkt hatte, 1120/1121 den glaubensstrengen Prämonstratenser-Orden gründete, als Magdeburger Erzbischof die Wenden und Slawen missionierte und dadurch die deutsche Ostsiedlung vorbereitete.

Im katholischen Zentrum von Löttringhausen finden religiöse und andere kulturellen Veranstaltungen statt, außerdem gibt es hier eine Kindertagesstätte.                                     
Abb. 74: Das katholische Gemeindezentrum St. Norbert von Westen, 2017 (Gerhard Brune)
      
Abb. 75: Das katholische Gemeindezentrum St. Norbert von Osten, 2017 (Gerhard Brune)
© Helmut Kaufung 2020
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