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Die Langelohschule

Langeloh-Schule
Ein schlichter, zweigeschossiger Putzbau mit steilem, gestuftem Walmdach und einfacher, symmetrischer  Fensterteilung. Beherrschend ist der große Schriftzug „Langeloh“ in der zur Bauzeit gelehrten Sütterlin-Schreibschrift  auf der Straßenfront.
Abb. 16: Das Haupthaus der Langeloh-Schule vor 1740, links der zweite Bau von 1822
(Margarete Bahrenberg)
Die Kinder des Kirchspiels Kirchhörde und angrenzender Gebiete wurden jahrhundertelang in der Nähe des kulturellen Schwerpunktes, der Patrokluskirche unterrichtet. Es wird in diesem Zusammenhang das Küsterhaus erwähnt und als Lehrer Pfarrer und Küster genannt.

Um 1714 gab es in der Kirchengemeinde einen Streit darüber, die Küster- von der Lehrerstelle zu trennen und eine zentral gelegene Schule zu gründen, um den Kindern den weiten Schulweg abzukürzen. Diese Forderung erhoben besonders die Einwohner von Großholthausen und Kruckel. Die neue Schule muss dann vor 1740 im Langeloh (langer Wald = ehemalige Landwehr nach Hücker) errichtet worden sein.

Sie enthielt ein Klassenzimmer und eine Lehrerwohnung. Neben dem Gebäude wurden auch ein Stall mit Scheune für Vieh, Ackergeräte und Erntevorräte errichtet, da der Lehrer auf die Eigenversorgung angewiesen war und auch das Huderecht in der Großholthauser Mark besaß.

Wegen der steigenden Schülerzahlen wurde 1822 ein zusätzlicher Schulraum gebaut. Wegen der kubischen Form mit Walmdach, hieß das Gebäude im Volksmund die Kaffeemühle. Ein weiterer Lehrer wurde eingestellt. Dieses Schulgebäude ist 1870 abgebrannt.
     
Es ist durch die Schulchronik belegt, dass Harkort seine beiden jüngsten Kinder zur Langeloh-Schule schickte. Wegen schlechter Wege kamen sie zu Pferd. Harkort wohnte zu dieser Zeit (vor 1847) in seinem Haus an der heutigen Deutsch-Luxemburger Str.

Erst 1875 wurde eine neue Schule mit einem Klassenzimmern und zwei Lehrerwohnungen errichtet. Zwischendurch fand der Unterricht auf dem Möllershof statt.

Mit der zunehmenden Bevölkerung infolge der Industrialisierung wurden in den Nachbar-Ortsteilen nach und nach weitere Schulen gebaut. So wurde in Kruckel 1899 die Kruckeler Schule auf dem Gelände des abgebrannten Deilmann-Hofes errichtet. 1929 wurde im Langeloh eine neue, größere Schule mit drei Klassenzimmern, einem Physikraum und einem Schulgarten fertiggestellt.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges hatte sich in der Schule die Geheime Staatspolizei Hörde (Gestapo) eingerichtet. Der Bau von 1929 besteht noch heute und kam 1987 wegen seiner neobarocken Eigenschaften unter Denkmalschutz.

Mit Entstehung der Großsiedlung in den 1960er und 1970er Jahren erhielt die Schule nebenan ein zusätzliches, modernes Gebäude. Im Schuljahr 2012/13 wurde die Langeloh-Grundschule organisatorisch mit der Harkort-Grundschule in Hombruch zusammengelegt. Als letzte Baumaßnahme erhielt die Schule für die Offene Ganztagsschule ein eigenes Gebäude, das etwa 50 Meter nördlich des alten Schulgeländes liegt.

Vor der Schule steht ein Denkmal zur Erinnerung an den „Vagabundendichter“ Peter Hille, der von 1854 bis 1904 lebte. Das Denkmal stellte der Bildhauer Josef Vosshans in der Hombrucher Werkstatt Röscheisen aus einer ehemaligen Brunnenplatte her. Der Dichter lebte zwar nie in Löttringhausen, wurde aber um 1929 auf diese Weise von einem Schulrektor geehrt, der Mitglied im damaligen Dortmunder Peter-Hille-Bund war.

Abb. 17 a: Der heute noch bestehende "Neubau" von 1929, 2017 (Gerhard Brune)
Abb. 17 b: Der Zusatzbau aus den 1960er Jahren, 2017. (Gerhard Brune)
      
Vor der Schule steht ein Denkmal zur Erinnerung an den „Vagabundendichter“ Peter Hille, der von 1854 bis 1904 lebte. Das Denkmal stellte der Bildhauer Josef Vosshans in der Hombrucher Werkstatt Röscheisen aus einer ehemaligen Brunnenplatte her. Der Dichter lebte zwar nie in Löttringhausen, wurde aber um 1929 auf diese Weise von einem Schulrektor geehrt, der Mitglied im damaligen Dortmunder Peter-Hille-Bund war.
     Abb. 18: Skulptur des Dichters Peter Hille, 2017
(Gerhard Brune)
© Helmut Kaufung 2018
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