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Alter Ortskern Kruckel

   

Der fruchtbare Boden im Norden des Ardey-Gebirges zog sehr früh Siedler an. Es entstanden auch hier Bauerschaften (Hofesgemeinschaften), wie Großholthausen, Kruckel und Persebeck, das bereits vor 1200 Jahren schriftlich erwähnt wurde.

Nach Wilhelm Hücker führte  1486 das Schatzbuch der Grafschaft Mark für Kruckel vier Bauernhöfe und einen Kotten auf, die nach der jährlichen Steuerlast in Gulden (=Talern) wie folgt eingeschätzt waren (Spalte 1):
1705 wurde ein Kataster der kontribualen Güter der Höfe erstellt, nach der sich die Besteuerung nach der Größe der Höfe richtete (Spalten 2 und 3), neu veröffentlicht von Willy Timm (siehe dazu auch die Katasterangaben zu Großholthausen und Löttringhausen).
     Abb. 2: Lage der Kruckeler Höfe 1827
(aus Wilhelm Hücker, Die Entwicklung der ländlichen Siedlung zwischen Hellweg und Ardey 1939, S. 26)

Der Hof Deilmann wurde 1839 an einen Rusche übergeben und Deilmann zog in einen neuen Kotten auf dem Ballroth um. Der alte Hof ging von Rusche an die Zeche Wiendahlsbank und zuletzt an Amtmann Frieg, dem der Hof 1892 niederbrannte. Auf seinem westlichen Teil wurde die alte Kruckeler Schule erbaut. Den  Kotten Nätter gibt es nicht mehr. Die Höfe Söllerbeck und Bovermann waren durch Heirat und Kauf an Frieg gegangen. Bovermann verlegte seinen Hof 1889 auf den Johannisberg in die stillgelegte Tagesanlage der Zeche Johannes Erbstollen. Bis  etwa 1994 gab es hier noch einen Pächter.

     Abb. 3 und 4: Luftbild der Kruckeler Höfe 1926 (metropoleruhr) und 2016 (Google Earth)

 Abb. 5: Dorfkern Kruckel oben und Zeche Johannes-Erbstollen unten mit der Brücke der Johannisbergstraße links und der Straßenunterführung Silberknapp rechts. Zwischen beiden Brücken südlich der Bahn ist ein Steinbruch zu erkennen, der Bruchsteine für den Hausbau lieferte. (metropoleruhr 1926)
© Helmut Kaufung 2020
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